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"Ich sehe keinen Grund für eine Bildmontage"
(Intro: Der Text auf dem Türschild ist chinesische Schreibschrift und benennt offenbar Verhaltensregeln beim Betreten des Raumes)
| Ergänzung vom 18.03.2003, 10:00 |
Ergänzung vom 18.03.2003, 17:20 |
Ergänzung vom 18.03.2003, 19:30 |
| Auch auf den Seiten des ZDF ist nun der Schriftzug zu sehen. Bermerkenswert ist hierbei auch die Wahl des Bildausschnittes (bei der ersten heute-Version war das Bild unten, links und rechts beschnitten worden). |
Die nächste Änderung ist nur minimal. Man hat nun die Ränder des dpa-Bildes entfernt. Wie üblich kommen dazu halt wieder die Änderungen im Inhalt. |
Dreht das ZDF durch? Einige Menschen melden, daß sie weiterhin Schrift sehen. Setzt das ZDF kaputte load-balancing-Systeme ein? Diesmal ist die Qualität der Montage einige Stufen besser als gestern. |

Screenshot vom 18.03.2003; 09:40 |

Screenshot vom 18.03.2003; 17:20 |

Screenshot vom 18.03.2003; 19:25 |
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Der Beweis:
[M] |
Als hätten wir es geahnt: :)
[M(?)] |
[M] |
[M] |
[M] |
Your [M] here. |
Auch wenn offenbar formal nicht für die journalistische Amokfahrt der onlinemedien zuständig, so lassen sich auf den Seiten des Deutschen Presserates doch einige Texte finden, die hier eine hilfreiche Handlungsanweisung für die Kollegen aus Mainz darstellen könnten (Lesehilfe durch Hervorhebungen durch mich):
Vom Deutschen Presserat in Zusammenarbeit mit den Presseverbänden beschlossen und Bundespräsident Gustav W. Heinemann am 12. Dezember 1973 in Bonn überreicht. In der Fassung vom 20. Juni 2001 Bundespräsident Johannes Rau am 28.11. 2001 überreicht.
Ziffer 1
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
Ziffer 2
Zur Veröffentlichung bestimmte Nachrichten und Informationen in Wort und Bild sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Dokumente müssen sinngetreu wiedergegeben werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.
Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.
[...]
Ziffer 14
Bei Berichten über medizinische Themen ist eine unangemessen sensationelle Darstellung zu vermeiden, die unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser erwecken könnte.
[...]
Richtlininen zum Pressekodex:
Richtlinie 2.2 - Symbolfoto
Kann eine Illustration, insbesondere eine Fotografie, beim flüchtigen Lesen als dokumentarische Abbildung aufgefasst werden, obwohl es sich um ein Symbolfoto handelt, so ist eine entsprechende Klarstellung geboten. So sind
- Ersatz- oder Behelfsillustrationen (gleiches Motiv bei anderer Gelegenheit, anderes Motiv bei gleicher Gelegenheit etc.)
- symbolische Illustrationen (nachgestellte Szene, künstlich visualisierter Vorgang zum Text etc.)
- Fotomontagen oder sonstige Veränderungen
deutlich wahrnehmbar in Bildlegende bzw. Bezugstext als solche erkennbar zu machen.
Weiter:
Elektronische Bildmanipulation
© Alfred Büllesbach
Veröffentlicht in: Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (Hrsg.): Bildquellenhandbuch 1997. Berlin, 1997, S. 58-59
"Wer fotografiert, manipuliert".
http://home.t-online.de/home/Georg.Stahlbauer/manipu.htm
Von: Mathias Schindler
An: 'redaktion.heuteonline@zdf.de'
Datum: 17.03.2003; 22:50 |
| Liebe Kollegen,
beim Schmökern auf http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/6/0,1367,MAG-0-2038022,00.html fiel mir das dpa-Bild aus dem chinesischen Krankenhaus auf und die relativ triviale Entfernung der Beschriftung an der Tür. Das Bild selbst war nicht als Montage gekennzeichnet. Hat sich da was an der Tradition geändert, Montagen (auch an Symbolphotos) wenigstens am Rand mit [M] zu markieren? Im Laufe des Tages wurde ja fleissig an den Texten gearbeitet.
Ich freue mich sehr vor allem hinsichtlich der Frage, was genau der Grund dafür war, eine Reihe Schriftzeichen zu exen.
Viele Grüße,
Mathias Schindler
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