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Weniger Drogentote - mehr Alkohol- und Tabaktote
| Wie wir von Gerlinde Kaupa wissen, hat die Pockinger Powerfrau Probleme mit Überschriften. In diesem Fall weist sie jedoch ziemlich zielsicher auf die Problematik hin, daß zwar bei Tage alle Welt gerne Alkohol und Tabak mit "sind ja auch irgendwo Drogen" bedenkt, am Ende jedoch wieder bei der Polizeidienstvorschrift 386 landet. Mit dieser Denkweise verabschiedet sie sich jedoch aus dem politischen Diskurs. |
Union fordert weitere Handlungsschritte
Zum Sucht- und Drogenbericht 2003 erklären die Drogenbeauftragte
| Während Fraktionen üblicherweise fachpolitische Sprecher wählen oder benennen , hat man sich im Falle der CDU/CSU auf Gerlinde Kaupa auf den Posten der "Drogenbeauftragten" verständigt. Ob dies zur Verwässerung des Begriffes dienen soll, zum Eingeständnis des Vorhandenseins eines Drogenproblems in den Reihen der Fraktion oder aus sonstigen Gründen, war in der kurzen Zeit nicht zu klären. |
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerlinde Kaupa MdB, und der zuständige Berichterstatter,
| Die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist im Umkehrschluss also nicht für den Drogenbericht zuständig? Wow. |
Jens Spahn MdB:
Hinsichtlich der illegalen Drogen ist die Bilanz des Drogenberichtes 2003 durchaus positiv zu bewerten. Die Zahl der Rauschgifttoten ist 2002 um 17,5% von 1835 auf 1513 gesunken.
| Der Aussagewert dieser Zahl ist vernachlässigbar. Hohe Fluktuationen sind das Resultat der sinnfreien Zählweise und daher nicht verwertbar. Wenn im nächsten Jahr die Zahl wieder um 20% steigen sollte, wird man genausowenig dann vom Versagen der Drogenpolitik sprechen können. |
Der Tot
durch illegale Drogen konnte deutlich reduziert werden.
| Vermutlich deshalb, weil man in der Regel nur einmal stirbt. |
2001 gab es lediglich eine Reduzierung der Drogentoten um 9,6%.
Positiv ist auch der gesunkene Cannabiskonsum bzw. die im vergangenen Jahr deutlich gesunkene Menge an polizeilich sichergestellten Mengen an Cannabisharz,
| Hier nähert sich Kaupa zaghaft dem Problem der Kontrollkriminalität:
Das BKA hat richtig festgestellt, daß es möglich ist, im Vorfeld bestimmen zu können, wie viele Drogen gefunden werden sollen.
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sprich Haschich.
16% weniger Cannabisfälle und 17% weniger Sicherstellungsmenge registrierte das Bundeskriminalamt.
| lies: Die Aufklärungsquote gemessen an den Delikten sank. |
Dies zeigt, dass die restriktiven Positionen von CDU/CSU hinsichtlich der Cannabislegalisierung richtig sind.
| Ui, zwei Konstruktivisten! Jemand möge es der SPD stecken, daß alleine schon die Programmatik die Realität ändern kann. |
Weniger legales Angebot, weniger Konsum.
| Weniger Verb, weniger Sinn. Ist das wirklich ernst gemeint? Legales Angebot? |
Wir brauchen nicht mehr Drogen,
| Weil "wir" (d.h. die CDU/CSU-Fraktion) schon reichlich eingedeckt sind? |
sondern müssen hinsichtlich der Prävention auch das Angebot reduzieren.
| Reduktion des Angebotes der Prävention? Abbau der Drogenberatung? |
Der starke Anstieg der legalen Drogen
| Germanistizistikmus für Fortsteigende: Wer steigt an? |
ist dafür der beste Beweis. Die meisten Toten sind bei diesen Drogen zu verzeichnen.
Dem Leser sei angeraten, noch einmal auf die Überschrift zu schauen:
"Weniger Drogentote - mehr Alkohol- und Tabaktote"
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Gerade bei Jugendlichen nimmt der Konsum von Tabak und Alkohol besorgniserregende Zustände an. Das Einstiegsalter in diese Drogen sinkt in nicht hinnehmbarer Weise.
| Bedürfte es hier nicht einer weitergehenden restriktiven Position von CDU/CSU? |
Vor allem der steigende Verkauf von alkoholischen Mischgetränken,
| Muss in der Fraktion jemand was in die Duden-Kasse zahlen, wenn er/sie von "steigenden Verkaufszahlen" spräche? |
mit denen junge Menschen gezielt angesprochen werden sollen, spielt eine erhebliche Rolle beim Alkoholkonsum.
| Dass die alkoholischen Mischgetränke eine Rolle beim Konsum von Alkohol spielen, kann als bewiesen betrachtet werden. Wer jedoch dieser Dings, dieser deutschen Sprache Macht ausüben kann, wird sich fragen, wo der Sinngehalt hingeflossen ist, wenn sich die Aussage "Vor allem der steigende Verkauf von alkoholischen Mischgetränken spielt eine erhebliche Rolle beim Alkoholkonsum" in der Luftröhre des Lesers festbeißt. |
Junge Menschen unterschätzen häufig den darin enthaltenen Alkoholanteil und können damit nicht umgehen. Gerade hinsichtlich des in Mode gekommenen ritualisierten "Besäufnistrinkens"
| Komasaufen ist hinsichtlich des Ergebnisses definiert. Erzähle mir mehr darüber, liebe Gerlinde, wie diese Menschen den Alkoholanteil beim "Besäufnistrinken" unterschätzen. |
bei Jugendlichen ist hier die Getränkeindustrie zu Handlungsschritten aufgefordert.
| Da fällt mir eine Anekdote ein: Die einzige im Grundgesetz niedergeschriebene Pflicht ist die Erziehungspflicht. Keine Ahnung, wie ich eben darauf gekommen bin. |
Besorgniserregend ist auch die steigende Zahl rauchender junger Mädchen. Gerade hinsichtlich der späteren Familienplanung
| Feminismus Bayerischer Prägung ist Raucherfeindlichkeit zur Erhaltung des biologischen Brutkastens. Puh, und ich dachte, daß die CDU weiterhin Frauen nur an den Herd verbannen wollte. |
und der steigenden Zahl tabakgeschädigter Neugeborener muss hier vermehrt Aufklärungsarbeit geleistet werden.
Auch wenn die Präventionsarbeit in Deutschland eine wichtige Säule der Drogenarbeit ist, so muss von den verantwortlichen Regierungsstellen eingesehen werden, dass diese kein alleiniges Wundermittel ist.
| sondern nur ein Wundermittel unter vielen. Möchte jemand durchdrehen, weil ich jetzt einmal die Panne mit der "Säule" aktiv vernachlässige? |
Längst hat die internationale Forschung bewiesen, dass das bezahlbare Angebot die Nachfrage bestimmt. Daher ist es wichtig die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie Preis und Verfügbarkeit stets in eine sinnvolle und effektive Drogenpolitik miteinzubeziehen.
| Prohibition ist der Austritt des Staates aus der kontrollierenden Rolle. |
Ein richtiger Schritt in diese Richtung ist das zum 1. April 2003 eingeführte Verkaufsverbot von Zigaretten an Jugendliche
und das Rauchverbot in der Öffentlichkeit für Jugendliche unter 16 Jahren,
| Ich bremse auch für Sozialdemokraten, ich rauche auch für dich. |
das seit dem 1. April mit Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes gilt.
| "Im Juni war ich einmal ein perfektes Stilmittel, bis mein Autor aus zwei Sätzen einen machen wollte, das im Juni geschah. |
Doch da Gesetz muss auch in die Realität umgesetzt werden.
| 50 Euro in die Fraktionskasse für die Benutzung des Wortes "Praxis"? |
Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert.
| Drogendealer für die Realitätskonvertierung des Rauchverbotes e.V. |
Weitere Handlungsschritte sind sicherlich:
- die Ausweitung der rauchfreien Zonen in Deutschland. In öffentlichen Gebäuden - insbesondere in Schulen und Krankenhäusern - muss ein generelles Rauchverbot gelten. Auch ist zu prüfen, ob in Restaurants der Nichtraucherschutz auszuweiten ist;
- die Überprüfung der Einführung des Chipkartensystems bei Zigarettenautomaten. Momentan ist die Beschaffung von Tabakprodukten für Jugendliche aufgrund der Zigarettenautomaten jederzeit möglich. Die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes werden hier offensichtlich unterlaufen. Die Abschaffung der Zigarettenautomaten sollte nicht ausgeschlossen werden;
- die Erhöhung der Tabaksteuer. Die Mehreinnahmen sollen zweckgebunden der Krankenversicherung zugeführt werden und in Präventionsmaßnahmen investiert werden. Mit diesen Einnahmen könnten auch die Raucherentwöhnungsprogramme finanziert werden;
- in einem ersten Schritt das generelle Tabakverbot im Umfeld von Veranstaltungen und Gebäuden, die vor allem Jugendliche als Zielgruppe haben. Die Abgabe von Tabakgratisproben an Jugendliche soll grundsätzlich verboten werden.
| - Aufnahme von Tabak in die Liste der konsumierbaren Stoffe in die Landesverordnungen zur Erlaubnis von Drogenkonsumräumen. |
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